Das Querschiff

  1967-1973

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Erste Pläne

Das Querschiff wurde während des zweiten Bauabschnittes im zweiten und im dritten Drittel des 13. Jahrhunderts gebaut. Die Architektur hat sich, verglichen mit dem Kirchenschiff (erster Bauabschnitt), stark entwickelt. Das Linienspiel ist viel leichter, die Mauern sind durchbrochen, die vertikale Bewegung betont. Auch hier ergaben sich Standsicherheitsprobleme. Die leichte Konstruktion, die geringe Tragkraft des Bodens und das angewandte Fundamentsystem führten bald zu neuen Rissen und Bodensenkungen, insbesondere an den Frontmauern und den Ecktürmen der Querschiffarme.

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1950 mußte der südliche Querschiffarm sogar mit einem Trägergerüst gestützt werden.
Die Frontmauern und die Kirchentürmchen mußten neue Fundamente erhalten. Diese Fundamente bestehen pro Frontmauer aus 32 gebohrten Pfeilern mit einem Durchmesser von 45 cm. In der Ecke zwischen dem nördlichen Seitenschiff, dem nördlichen Querschiff und dem Turm wurden Zeugen des früheren Zustandes erhalten und sichtbar gelassen. Man kann dort deutlich die Form der ursprünglichen leichten Vieringpfeiler sowie den Bogen über die frühere Galerie des Seitenschiffes und die angeglichene Form des Triforiums sehen.

Bei der Restaurierung des Querschiffes mußte man bereits ein Problem berücksichtigen, das sich auch während der weiteren Restaurierung stellen würde: die Struktur des Tournaier Stein, der insbesondere bei Querverlegung verheerende Auswirkungen zeigt, nämlich das Platzen der Steinschichten, wodurch diese dann unbrauchbar wird. Es geht hier um ein rein technisches Problem, das die Anwendung einer gesamten Restaurierung (d. h. maximale Erhaltung) so erschwert. Eine Verstärkung mit Steinfestiger ist bei Tournaier Stein ausgeschlossen. Die Restaurierung mit Reparaturmörtel und verleimtem Stein wurde erst später angewandt bei der Restaurierung des Schiffes. Bei den Arbeiten für das Querschiff hat man somit eine archäologische Restaurierung gewählt, wie dies auch der Fall sein wird für das Chor. Die archäologischen Untersuchungen von Professor De Smidt hatten diesbezüglich reichlich Informationen zusammengetragen.
Die Restaurierung des Querschiffes umfaßte insbesondere: die Entfernung der baufälligen Dächer, Frontmauern und Ecktürmchen des Querschiffes, den Abriß der vier Häuser entlang des nördlichen Seitenschiffes, die Ab-sicherung der Mauern sowie das Abstützen der Gewölbe; die Konstruktion eines Pfahlfundaments unter den Frontmauern und den Türmchen des Querschiffes nach dem bereits erwähnten Verfahren; der Wiederaufbau der Mauern und Ecktürme; die Restaurierung der Dach-konstruktion, der Gewölbe und der Seitenmauern des Querschiffes; die Innenarbeiten und die Innenposamente.
Die Restaurierung des Querschiffes wurde abgeschlossen am 29. September 1973.

Von außen her betrachtet, macht das Querschiff einen hochgewachsenen Eindruck.
Die Flankiertürmchen an der Nord- und Südfront tragen in starkem Maße dazu bei. Im Innern ist es mit seinen Durchgängen, die ein Spiel von Tiefenlinien vermitteln, und mit den gut abgestimmten Blindnischenverzierungen, eine bemerkenswerte architektonische Leistung. Dazu kommt noch die Laterne, die im Inneren eine besondere Atmosphäre und für wechselnde Wirkungen bei Licht-einfall sorgt.
DER CHOR (1975 - 1986)
Der durch drei Schiffe flach abgeschlossene Chor wurde während des zweiten Bauabschnittes im zweiten und dritten Viertel des 13. Jahrhunderts gebaut. Die Kirche erreichte zu dem Zeitpunkt ihre vollkommene Form und ist eine Perle der Scheldegotik.
Anfang des 14. Jahrhunderts ging man bereits weiter, und der Chor wurde mit zwei Travéen, Seitenkapellen und Kranzkapellen erweitert.
Die Fertigstellung der oberen Teile erfolgte im 15. Jahrhundert mit Ledischem Sandstein. Dies mußte auch bei der Restaurierung berücksichtigt werden. Die Hinzufügung von Kapellen und die spätere Erhöhung der Seitendächer 1672 waren der makellosen Einheit der Kirche nicht dienlich.
Das Innere wurde noch weiter verstümmelt während der Bilderstürme 1566 und 1578 -1584 und nicht zuletzt durch die große "Barockisierung" des 17. und 18. Jahrhunderts, wobei das gesamte Innere verputzt und das Triforium zugemauert wurde. Der Charakter des Chores wurde somit vollständig geändert. Bei der Restaurierung wurden lediglich die Gewölbe erneut verputzt.
Die Restaurierung des Chores umfaßte insbesondere folgende Abschnitte: die Entfernung der erhöhten Seiten-dächer, die die dreiteiligen Oberlichter teilweise verdeckten; die Wiederherstellung der Dachkonstruktion, Oberlichter und Säulen; die Restaurierung der Mauern und des Triforiums; die Restaurierung von Strebepfeilern und Luftbögen; die Angleichung der Dachkonstruktion oberhalb der Kranzkapellen; die Erneuerung der breiten Fenster, die mit Maßwerk ausgestattet wurden; die Installation der Bodenheizung und Verlegung des Chor-bodens. Die Restaurierung des Chores wurde am 10. November 1986 abgeschlossen.

Erwähnenswert ist, daß die Maurer während der Arbeiten in der angebauten Achsekapelle wunderbare Deckgemälde aus dem 15., aus dem Ende des 16. und der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entdeckten. Sie wurden restauriert. Überdies wurden die Baldachine an den Säulen anhand von entdeckten Bruchstücken, zurückgehend bis Mitte des 13. Jahrhunderts, rekonstruiert. In der Füllung der Chormauer wurden skulptierte Konsolen (falsche Spucker aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts) gefunden. Die bemalten Gräber unter dem Boden des Chores wurden an Ort und Stelle
belassen. Zwei Glas-in-Blei-Fenster von Capronnier aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Sankt-Lukas-Institut restauriert.
Auch wenn der Chorumgang als jüngster Anbau sich vom Rest des Gebäudes ziemlich unterscheidet, hat er doch etwas Besonderes. Bei sehr vielen Details hat man sich nach der sich fortentwickelnden Architektur von Tournai gerichtet. Sowohl der Grundriß als auch der Aufriß des Chorumganges, sogar die Raumtrapeze, entsprachen, gewiß in einem kleineren Mabstab, denen der Bischofskathedrale. Von außen her betrachtet, macht das Querschiff einen hochgewachsenen Eindruck.
Die Flankiertürmchen an der Nord- und Südfront tragen in starkem Maße dazu bei. Im Innern ist es mit seinen Durchgängen, die ein Spiel von Tiefenlinien vermitteln, und mit den gut abgestimmten Blindnischenverzierungen, eine bemerkenswerte architektonische Leistung. Dazu kommt noch die Laterne, die im Inneren eine besondere Atmosphäre und für wechselnde Wirkungen bei Licht-einfall sorgt.
DER CHOR (1975 - 1986)
Der durch drei Schiffe flach abgeschlossene Chor wurde während des zweiten Bauabschnittes im zweiten und dritten Viertel des 13. Jahrhunderts gebaut. Die Kirche erreichte zu dem Zeitpunkt ihre vollkommene Form und ist eine Perle der Scheldegotik.
Anfang des 14. Jahrhunderts ging man bereits weiter, und der Chor wurde mit zwei Travéen, Seitenkapellen und Kranzkapellen erweitert.
Die Fertigstellung der oberen Teile erfolgte im 15. Jahrhundert mit Ledischem Sandstein. Dies mußte auch bei der Restaurierung berücksichtigt werden. Die Hinzufügung von Kapellen und die spätere Erhöhung der Seitendächer 1672 waren der makellosen Einheit der Kirche nicht dienlich.
Das Innere wurde noch weiter verstümmelt während der Bilderstürme 1566 und 1578 -1584 und nicht zuletzt durch die große "Barockisierung" des 17. und 18. Jahrhunderts, wobei das gesamte Innere verputzt und das Triforium zugemauert wurde. Der Charakter des Chores wurde somit vollständig geändert. Bei der Restaurierung wurden lediglich die Gewölbe erneut verputzt.
Die Restaurierung des Chores umfaßte insbesondere folgende Abschnitte: die Entfernung der erhöhten Seiten-dächer, die die dreiteiligen Oberlichter teilweise verdeckten; die Wiederherstellung der Dachkonstruktion, Oberlichter und Säulen; die Restaurierung der Mauern und des Triforiums; die Restaurierung von Strebepfeilern und Luftbögen; die Angleichung der Dachkonstruktion oberhalb der Kranzkapellen; die Erneuerung der breiten Fenster, die mit Maßwerk ausgestattet wurden; die Installation der Bodenheizung und Verlegung des Chor-bodens. Die Restaurierung des Chores wurde am 10. November 1986 abgeschlossen..

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Erwähnenswert ist, daß die Maurer während der Arbeiten in der angebauten Achsekapelle wunderbare Deckgemälde aus dem 15., aus dem Ende des 16. und der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entdeckten. Sie wurden restauriert. Überdies wurden die Baldachine an den Säulen anhand von entdeckten Bruchstücken, zurückgehend bis Mitte des 13. Jahrhunderts, rekonstruiert. In der Füllung der Chormauer wurden skulptierte Konsolen (falsche Spucker aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts) gefunden. Die bemalten Gräber unter dem Boden des Chores wurden an Ort und Stelle
belassen. Zwei Glas-in-Blei-Fenster von Capronnier aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Sankt-Lukas-Institut restauriert.
Auch wenn der Chorumgang als jüngster Anbau sich vom Rest des Gebäudes ziemlich unterscheidet, hat er doch etwas Besonderes. Bei sehr vielen Details hat man sich nach der sich fortentwickelnden Architektur von Tournai gerichtet. Sowohl der Grundriß als auch der Aufriß des Chorumganges, sogar die Raumtrapeze, entsprachen, gewiß in einem kleineren Mabstab, denen der Bischofskathedrale