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Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wurden Klagen laut
über den bedenklichen Zustand der Sankt-Nikolaus-Kirche, die, wie in der
altflämischen Chronik aufgeführt ist, "zum größten Teil durch
Alterung und Zerfall zur Ruine wird". Um die Standsicherheit zu
gewährleisten, wurden mehrere Fensteröffnungen zugemauert und wurde der
Turm gründlich umgebaut.
Der Verfall der Außenwand war offensichtlich und
verschiedene Noteingriffe, um den Zerfall aufzuhalten, wurden vorgenommen.
So wurden 1640 fünf Wohn-häuser an die Nordseite der Kirche gebaut. Auch
der Zustand des Turmes wurde fortdauernd schlimmer.
Meister Pieter de Waele baute den Turmrumpf gründlich um. Auch die
Stützpfeiler des Turmes wurden verstärkt. Die hohe schlanke Turmspitze
riß während eines Sturmes am 1. Oktober 1673.
Die Turmspitze wurde abgerissen und durch ein stumpfes Dach ersetzt,
wodurch ihr Aussehen, das auch bei der Restaurierung beibehalten wurde,
sich gründlich veränderte. Was die Innenarbeiten betrifft, wurde 1658
der Laternenturm mit einem Gewölbe geschlossen und wurden die Gewölbe
des südlichen Seitenschiffes abgerissen und neugebaut.
Auch aufsteigendes Grundwasser sorgte für elende Zustände in der Kirche.
Das Grundwasser war in dem benachbarten Stadtteil durch fortdauernde
Bautätig-keiten gestiegen und ab 1662 fing man an, den Boden der
Unterkirche und des Chores zu erhöhen.
Der Boden der Unterkirche wurde zum Beispiel bis gerade über die mit
Profilen versehenen Sockel der Bündelpfeiler erhöht. |