Home Up Das 19.Jaherhundert Barockgestaltung Standsicherheitsprobleme Querschiff, Laternenturm Erweiterung des chores Umbauung der Unterkirche Die neue Unterkirche Entstehung der Pfarrei |
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In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts
entstand im Stadtgebiet die erste eigene Pfarrkirche, die
Sankt-Johannes-Kirche (jetzt die Sankt-Baafs-Kathedrale). Von dieser
ältesten Stadtpfarrei, die zum kirchlichen Rechtsgebiet der
Sankt-Peter-Abtei gehörte, wurden Ende des 11. Jahrhun-derts neue
Pfarreien abgespaltet, die von Sankt-Jakob und kurz darauf die von
Sankt-Nikolaus, am rechten Ufer der Leie. Die andere große Genter Abtei,
die Sankt-Bavo-Abtei, ließ als Gegenzug zur Sankt-Nikolaus-Kirche auf
ihrem Gebiet am anderen Ufer der Leie die Sankt-Michael-Kirche bauen. Der
Bau verschiedener neuer Kirchen illustriert die dynamische Entwicklung der
städtischen Niederlassung. Die Bevölkerung wuchs, aber wurde auch
reicher und blühende Stadtviertel wollten eigene Gebetshäuser.
Die Sankt-Nikolaus-Pfarrei war zwar flächenmäßig klein, aber sehr
günstig gelegen im Handelszentrum an dem belebten Kornmarkt in der Nähe
des Leie-Hafens und einiger bedeutender Zufahrtsstraßen. |
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Die Kirche war den Umständen gerecht dem
heiligen Nikolaus von Myra, Schutzheiliger der Schiffer, der Bäcker, der
Krämer und der Händler, gewidmet.
Da Gent die Getreidelagerrechte ganz Flandern erhielt, waren die
wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Entwicklung der
Sankt-Nikolaus-Kirche zu einem außer-ordentlichen Gebäude gegeben. Die
Stadträte von Gent verliehen im 13. Jahrhundert dem Turm der Pfarrkirche
die Funktion eines Bellfriedes und unterstützten mit finanziellen Mitteln
seine Errichtung.
Mittlerweile waren dem jetzigen Gebäude schon zwei Gebäude
vorangegangen: ein erstes wurde durch Feuer vernichtet am 4. Mai 1120 und
das zweite wurde seit 1200 allmählich abgerissen. |